Franzi in Bangor

Dublin - Baile Átha Cliath

Am Nikolaustag machten wir (Manuel, Andrea und ich)  uns auf den Weg nach Dublin. Unser Zug sollte kurz vor acht am Bahnhof nach Holyhead abfahren. Doch es fuhr keiner! Ein Dankeschön damit an „Arriva Trains“. Wir wollten aber unbedingt unsere Fähre bekommen, da die nächste erst am Nachmittag gefahren wäre. Deshalb beschlossen wir uns ein Taxi zunehmen. Der Taxifahrer machte uns einen relativ guten Preis. Eigentlich hätten wir gar nichts bezahlen müssen, da die hintere Tür voller Ko**e war und es dementsprechend roch. Aber wir sind pünktlich und sicher in Holyhead nach 20 Minuten angekommen. Und die Fähre wartete auch schon auf uns. Das erste und letzte mal als ich mit einer Fähre gefahren bin war als ich 5 Jahre alt war! Deswegen fand ich das auch ganz spannend.


Cafés und ein Burger King haben uns dann die Überfahrt so angenehm wie möglich gemacht und nach zwei Stunden waren wir dann auch schon da. Wir hatten super tolles Wetter und haben uns dann auch gleich auf Sightseeingtour begeben, im Doppeldeckerbus.

Unser erster Stopp war natürlich das Guinness-Storehouse. Dort erfuhren wir wie Bier hergestellt wird und konnten auch noch einiges verkosten! Am Ende der ganzen Ausstellung erwartete uns ein wunderschöner Blick über Dublin und ein Pint voll Guinness!


Es ging dann weiter an einigen anderen Sehenswürdigkeiten vorbei und unser nächster Stopp war dann das Trinity College. Die Hauptattraktion dort ist die 1732 gebaute Alte Bibliothek, in der neben 200.000 alten Texten das berühmte Book of Kells, aber auch die älteste Harfe Irlands aufbewahrt werden. Spektakulär ist ein 64 Meter langer Raum, in dem die wertvollsten Bücher aufbewahrt werden.

Natürlich haben wir uns auch das Wahrzeichen von Dublin angesehen – The Spire. Es wird auch "Monument of Light" genannt. Die zirka 120 Meter hohe Metallnadel steht seit 2003 in der Mitte der O'Connell Street und ist nachts beleuchtet. Man kann es immer herausragen sehen und sich so ganz gut in Dublin orientieren.


Am Abend haben wir uns dann noch mit Andrea’s Freund James, der in Dublin studiert und wohnt und bei dem wir übernachten wollten, getroffen und waren noch zusammen was essen. Zu dem Zeitpunkt wussten wir leider noch nicht, dass das irische Schweinefleisch „verpestet“ ist und haben schöne Pork-Sausages gegessen. Am Abend waren wir dann so müde und fertig, dass wir nur noch in ein Pub gegangen sind und ein schönes Bulmers, irisches Cider, getrunken haben. Achso, James wohnt übrigens in dem Stadtteil „Fairview“ (An was erinnert uns das??? – Richtig: Desperate Housewives).

Am nächsten Morgen sind wir dann früh aufgestanden und haben erstmal schön in dem „Vergnügungsviertel“ Temple Bar gefrühstückt. Anschließend ging es dann zur Christ Church Cathedral, die wir leider nur von außen bestaunen konnten, da grad eine Messe in Gange war.

Weiter ging es dann über die berühmte Half-Penny-Bridge, die ihren Namen den ursprünglich zu entrichtenden Wegezoll zu verdanken hat, durch die Gassen von Dublin.

Vorbei ging es dann an dem Molly Malone Denkmal. Molly Malone ist ein bekanntes irisches Volkslied und eine inoffizielle Hymne der Stadt Dublin. Die Ballade erzählt die Geschichte einer schönen Dubliner Fischhändlerin, die in jungen Jahren stirbt. Von da aus kommt man in die Grafton Street, der Einkaufsstraße von Dublin.

So viel zeit blieb uns dann auch nicht mehr, da wir die Fähre um halb drei schaffen wollten. Als wir am Fähr-Port ankamen und den Ticketschalter gesucht haben, haben wir erst festgestellt, dass es zwei Ports in Dublin gibt und unsere Fähre von dem anderen abfuhr. Und die haben wir somit nicht mehr geschafft, was voll schade war, denn wir wollten abends in Bangor zum Weihnachtskonzert vom Studenten-Chor, in dem Julia mitsingt, gehen. Na ja, war leider nicht mehr zu ändern. Wir sind dann noch durch die Stadt mit unseren schweren Rucksäcken gebummelt und haben dann die nächste Fähre um neun Uhr abends genommen. Die war riesengroß und hatte sogar zwei Kinosäle. Ich bin dann auch ins Kino gegangen, da die Fahrt vier Stunden gedauert hat und war die einzige im ganzen Kino. Das Problem war nur, dass um die Zeit, wo wir in Holyhead ankommen sollten, keine Züge mehr nach Bangor fahren. Wir haben dann ganz lieb ein älteres Ehepaar auf der Fähre angesprochen und die haben uns auch netterweise mitgenommen. Halb zwei morgens waren wir dann endlich wieder zurück!

Fazit: Super schön, sehenswert, aber auch anstrengend!

Hwyl, Franzi

15.12.08 15:57
 


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